Einsatzbericht:

 

Alarmierung: 

am 01.01.2018 um 15:24 Uhr

Einsatzende:

am 02.01.2018 um 17:54 Uhr

Einsatzort:   

Amtmann-Daniel-Straße, Nordwalde

 

Der Leitstelle wurde Rauch aus dem Fenster eines leerstehenden Gebäudes gemeldet. Bereits auf der Anfahrt konnte man eine enorme Rauchentwicklung sehen, sodass umgehend die gesamte Feuerwehr Nordwalde und die Drehleiter aus Emsdetten nachgefordert wurden.

 

Bei Eintreffen an der Einsatzstelle war das Gebäude bereits stark verqualmt. Aus Sicherheitsgründen war ein Innenangriff nicht möglich, sodass zunächst unter Atemschutz mit 2 C-Rohren durch offen stehende Fenster und einer Tür gelöscht wurde.

 

Nachdem es nach wenigen Minuten zu einer Durchzündung kam, stand das gesamte Gebäude in Vollbrand. Der Einsatz von 5 C – Rohre, 2 B – Rohren und einem Wenderohr der Drehleiter zeigte dann erste Erfolge, die aber aufgrund der verwinkelten Bauweise und der massiven Brandlast nicht nachhaltig genug waren.

 

Ein bereits in der Anfangsphase georderter Bagger kam zum Einsatz und warf zuerst den freistehenden westlichen Giebel und den ersten, ebenfalls freistehenden Schornstein aus Sicherheitsgründen um.

 

Nach einem massiven Schaumeinsatz mit 2 Schwer- und 1 Mittelschaumrohr, sowie dem Werfer der Drehleiter, konnte um 19:38 Uhr Feuer unter Kontrolle gemeldet werden. Die Wasserversorgung wurde durch mehrere Unterflurhydranten sichergestellt.

 

Zur Unterstützung der Nordwalder Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräteträgern und Material zum Ausleuchten wurde die Feuerwehr Emsdetten nachalarmiert. Ebenfalls war der in Wettringen stationierte Wechsellader mit dem Abrollbehälter Atemschutz des Kreis Steinfurt angefordert worden. Zur Eigensicherung war während der Löscharbeiten ein RTW vor Ort. Ebenso machte sich der Kreisbrandmeister und der Brandschutzingenieur des Kreis Steinfurt ein Bild von der Einsatzstelle.

 

Ein angeforderter Baufachberater des THW stellte fest, dass das Gebäude nicht betreten werden darf, da es stark einsturzgefährdet ist.

 

Aufgrund der enormen Rauchentwicklung wurde mit Lautsprecherdurchsagen in den umliegenden Wohngebieten und über die Warnapp NINA die Bevölkerung dazu aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten. Bis in den späten Neujahrsabend war die Emsdettener Straße komplett gesperrt, da dort der Bereitstellungsraum eingerichtet wurde. Die Verpflegung für die eingesetzten Kräfte wurde in der benachbarten Garage eines Feuerwehrkameraden aufgebaut.

 

Ab 20:15 Uhr wurden die auswärtigen Kräfte nach und nach aus der Einsatzstelle herausgelöst. Um 23:00 Uhr rückten auch die Nordwalder Kräfte bis auf den ELW und das LF-20-2, welche als Brandwache an der Einsatzstelle verblieben, ein. Die Einsatzkräfte mussten die ganze Nacht immer wieder tätig werden, um Glutnester abzulöschen.

 

Am 02.01.2018 um 06:00 Uhr wurde die Nachtwache von frischen Kräften der Feuerwehr Nordwalde abgelöst. Durch ein Lohnunternehmen wurden im Laufe des Tages Teile des Dachgeschosses abgetragen, sodass auch die letzten Glutnester abgelöscht werden konnten.

 

Abschließend wurde die Einsatzstelle durch die Feuerwehr in Zusammenarbeit mit dem Bauhof eingezäunt. 

 

 

Eingesetzte Kräfte:

 

Feuerwehr Nordwalde:

69 FM (SB)

ausgerückte Fahrzeuge:

ELW1, LF-20-1, LF-20-2, LF-16TS, GW-L2, MTF+Anhänger

Sonstige Kräfte:

Polizei: 2 Streifenwagen

 

Rettungsdienst: RTW

 

Feuerwehr Wettringen: WLF + AB-Atemschutz, MTF

 

Feuerwehr Emsdetten: DLK23, LF-20KatS, LF-20-2, MTF, GW-G

 

Kreisfeuerwehr Steinfurt: KDOW-1

 

THW: MTF

   

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